Politische Kommunikation 2.0
Politische Parteien, Verbände und Institutionen nutzen zunehmend Soziale
Im Seminar „Politik 2.0“ wurde im Mai 2012 vier Wochen online sowie in zwei Tagesveranstaltungen zu Strategien der politischen Kommuniktion im Web 2.0 gearbeitet. Die Teilnehmerinnen (2/3 Frauenanteil) hatten einen sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergrund: Von der Mitarbeiterin eines Europäischen Parlamentariers über Lokalpolitiker bis zu Vertretern von Bürgerinitiativen und studentischen Projekten war alles vertreten.
Ständig im Dialog – auch im Seminar
Auf dem Programm standen die wichtigsten Dienste des Web 2.0, vor allem Facebook, Twitter, Google+, Flickr und YouTube, sowie die Integration in eine Strategie, die den eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten massgeschneidert ist. Dazu gab es nicht nur Input durch den Seminarleiter Jöran Muuß-Merholz, Materialsammlungen und kompakte Aufgaben, sondern auch zahlreiche Gastvorträge von Experten. So waren bei der ersten Tagesveranstaltung der Münchener FDP-Vorsitzender Daniel Föst sowie Tobias Müller, Beisitzer für neue Medien im bayrischen JuLi-Landesvorstand, zu Gast, um ihre eigene Aktivitäten auf Facebook, Twitter & Co.vorzustellen. Auch online gab es mehrere Videochats. Der Bundestagsabgeordnete Burkart Müller-Sönksen gab den Teilnehmenden eine (virtuelle) Führung durch seine Social Media-Welt, die Journalistin Maria-Christina Nimmerfroh bot einen Crashkurs „Interessant Schreiben für das Netz“, und der Social-Media-Berater Thomas Mergen zeigte auf, wie man Erfolg in Sozialen Netzwerken messen kann. Der Journalist und Berater Michael Praetorius sprach darüber, wie man sein Anliegen mittels YouTube und Flickr „ins rechte Bild“ rücken kann. Und über die Nutzung und den Nutzen von Social Media für Non-Profit-Organisationen sprach Autor und Berater Jörg Eisfeld-Reschke (ikosom) auf einer Veranstaltung in Hamburg, die die Seminarteilnehmer per Livestream verfolgen und eigene Fragen einbringen konnten.
Hintergrund und praktische Tipps
Die Seminarbeit beschränkte sich nicht auf das reine Erlernen der Funktionsweisen von Social Media. Auch Tipps und Tricks für mehr Aufmerksamkeit und Interaktion wurden gemeinsam erarbeitet. „Risiken und Nebenwirkungen“ für Privatsphäre, Datenschutz und Kontrollverlust wurden ebenso diskutiert. Besonders intensiv wurde die Diskussion, als Seminarleiter Jöran Muuß-Merholz den „Edgerank“ vorstellte. Dieser Algorithmus von Facebook sorgt dafür, dass bei Facebook zunehmend diejenigen Neuigkeiten beim Nutzer nicht mehr (im Wortsinne) auf dem Schirm auftauchen, die keine Interaktion vorweisen. Damit wird eine tatsächliche „Zwei-Punkt-Nulligkeit“, also eine Ausrichtung auf Dialog und Austausch, immer wichtiger, wenn man uuml;berhaupt noch wahrgenommen werden möchte.
Gute Noten

- Seminarleiter Jöran Muuß-Merholz
Sie können sich für das nächste stattfindende Seminar „Politik 2.0“ vormerken lassen. Schreiben Sie dafür eine kurze E-Mail an virtuelle-akademie@freiheit.org.
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