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Preisverleihung in Berlin

Schülerwettbewerb "einmischen ist angesagt"

Dr. Irmgard Schwaetzer mit einem Preisträger
Essay, Imagefilm, Rede oder Power Point Präsentation – vielfältig und multimedial waren die Beiträge, die für den Schülerwettbewerb „Einmischen! Freiheit lernen – Verantwortung übernehmen“ eingereicht wurden. Die feierliche Preisverleihung fand am Freitag im base_camp in Berlin statt. Geehrt wurden die Gewinnerinnen und Gewinner in den Kategorien Einzel- und Gruppenbeitrag. Die Laudatio hielt Vorstandsmitglied Dr. Irmgard Schwaetzer. „Die Jury hatte die Qual der Wahl. So wir wie uns auch im Bereich des zivilgesellschaftlichen Engagements des Öfteren entscheiden müssen, ob wir schweigend zuschauen oder beherzt eingreifen“, lobte sie die Einreichungen der Schülerinnen und Schüler.

Götz Siedler aus Stendal kam mit seinem Essay „Einmischen ist angesagt“ auf den dritten Platz in der Kategorie „Einzelbeitrag“. Er ist 16 Jahre alt und besucht die 10. Klasse des Winkelmann-Gymnasiums in Stendal. Ein Jury-Mitglied hob hervor, dass Götz Siedler in seinem Aufsatz mit dem Thema „Einmischen ist angesagt“ eine „liberale Zusammenfassung des Status Quo an Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigte“. Der Schüler erinnerte in seinem Aufsatz u.a. daran, dass es vor mehr als 20 Jahren noch keine Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger in den neuen Bundesländern gab und dass seine Generation zu den ersten gehört, für die Mitsprache und Beteiligung möglich ist. Mit diesem Beitrag gewann Götz Siedler ein ipad Nano.

Auf den zweiten Platz kam David Kunze. Er besucht die Jahrgangsstufe 11 des Sächsischen Landesgymnasium St. Afra in Meißen und kommt aus Zittau. Sein Aufsatz hatte die Fragestellung „Wofür ist das Individuum in einer Gesellschaft verantwortlich und was kann der Einzelne leisten?“. Darin erinnert er auch daran, dass die Nationalsozialisten u.a. die Partizipationsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger an politischen Prozessen unmöglich gemacht haben. „Gute Gedanken zum Begriff der „Verantwortung“! Ein sehr gut abwägender Beitrag, den ich mit viel Gewinn gelesen habe. Interessant ist der Aspekt der „Verantwortung des Einzelnen, sich zu informieren“. Die Gedanken werden am Beispiel der Schuld des Individuums am und im Nationalsozialismus gut durchdekliniert.“, meinte ein Jury-Mitglied. Für diesen Beitrag bekam David Kunze einen ipod touch.

„Gefällt mir sehr“. Das war das kurze und knappe Urteil eines Jury-Mitglieds über den
Gewinnerin Lisa Opolka (Mitte)
Siegerbeitrag von Lisa Opolka. Sie kommt aus Berlin und geht in die Jahrgangsstufe 11. In ihrem Beitrag schreibt sie u.a. über die Protest- und Beteiligungsformen junger Menschen ihrer Generation die in Netzwerken stattfinden, „individuell, unverbindlich und nur ein Mausklick“ entfernt sind. Sie gewann den ersten Platz – ein i pad 3.

Vielfältige Beiträge gab es auch in der Kategorie „Gruppeneinreichungen“. Die Bezirksschülervertretung Rhein-Kreis Neuss hatte für den Schülerwettbewerb der Stiftung für die Freiheit einen Imagefilm über ihre Arbeit produziert und erreichte damit den dritten Platz. „Er ist hilfreich für alle, die sich über Arbeit und Strukturen informieren möchten“, so ein Jury-Mitglied über die Arbeit der 15 Schülerinnen und Schüler. Sie gewannen eine exklusive Diskussionsrunde mit Florian Bernschneider, jugendpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Die Runde fand im Anschluss an die Preisverleihung statt.

Den zweiten Platz erreichte die Schülerfirma Gk Entertainment aus Kirn in Rheinland-Pfalz. „Imponierend ist die Gründung der Schülerfirma und deren „Professionalität“, also die Umsicht und die Ausdauer, mit der die Firma entwickelt wird“, so die Jury, die die Entwicklung und Produktion des Brettspiels „Real Life“ zur Berufsorientierung für originell befand und hier den Platz zwei in der Kategorie „Gruppenbeitrag“ vergab. Der Preis: Die kostenfreie Teilnahme an einem dreitägigen Seminar in der Bildungsstätte Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung in Gummersbach, zum Beispiel ein Seminar zum Thema Rhetorik. Dominic Allmann, Philipp Allmann, Niklas Franzke, Till Rheinländer und Roman Gerth freuten sich sichtlich über die Auszeichnung.

Die AG Politik als Schulfach – das sind Ruth Appel, Johanna Appel-Irrgang, Lena Fiechter, Lukas Gast, Kristin Langen, Serafine Sonntag, Jan Szaluck und Larissa Volkmann. Sie besuchen verschiedene Schulen in Berlin und haben ein großes gemeinsames Interesse: Politik als Schulfach stärker in den Lehrplänen zu etablieren und werben dafür in den Medien. Hier lobte die Jury u.a. die Hartnäckigkeit der Gruppe, die für den Wettbewerb eine Power Point Präsentation eingereicht hatte. Gerade auch, dass sie bereits konkret „eingemischt“ haben wurde von der Jury positiv bewertet.

AG Politik als Schulfach
Das Ergebnis der Jury-Wertung: Platz 1 in der Kategorie „Gruppenbeitrag“. Der Preis für die Gruppe: eine dreitägige Reise nach Brüssel. Hier haben sie die Gelegenheit, die Arbeit des Europa-Parlaments vor und hinter den Kulissen kennen zu lernen. Sie werden dort neben einer Stadtrundrundfahrt direkt mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments ins Gespräch zu kommen.

Der Schülerwettbewerb für die Jahrgangsstufen 10 bis 13 wurde zum siebten Mal von der Friedrich-Naumann-Stiftung angeboten und startete zu Beginn des Schuljahres 2011/12. Insgesamt 24 Beiträge aus verschiedenen Bundesländern wurden eingereicht.

Die Jury bestand aus Dr. Christian Taaks, Leiter der Begabtenförderung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Florian Bernschneider MdB, jugendpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Friedenburg, Vorstandsmitglied des VSA (Verbandes der Stipendiaten und Altstipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit) und zuständig für Presse- und Medienarbeit sowie drei Probestipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (Saskia Sattler, Christopher Schaffel und Lisa Wittmann) und dem Journalisten Ingo Hoppe.

Die Jury hatte die Aufgabe, die Beiträge nach den Kriterien Themenbezug, Qualität, Gestaltung und Innovativität zu bewerten und konnte bis zu fünf Punkte in den einzelnen Kategorien vergeben. Alle Kategorien waren gleichgewichtet. Es wurde der Durchschnitt der Bewertungen ermittelt und die ersten drei Plätze zur Preisverleihung eingeladen.

Informationen über die eingereichten Beiträge und alles rund um den Wettbewerb: einmischen.freiheit.org
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