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Seminarbericht

Alles möglich, keine Grenzen? Das Urheberrecht in der digitalen Welt

Bild aus der Veranstaltung
„99 Prozent aller 16- bis 24-jährigen würden sich strafbar im Sinne des Urheberrechts machen“ - ein Soundbyte, ein Zitat, von Jimmy Schulz, MdB das wichtige Fragen, Themen und Zusammenhänge der Veranstaltungsreihe „Das Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft“ zusammenfasst: Kann unser Rechtssystem noch mit dem rasanten Wandel des Internets und unserer Lebenswelt Schritt halten? Wie können wir sicherstellen, das Netz legal zu benutzen? Und wie ist es möglich, eine Wirtschaftsordnung zu etablieren, die neben wirtschaftlichem Gewinn auch noch Platz für künstlerische Avantgarde und kulturelle Freiheit lässt?

Diesen Fragen stellten sich sechs Regionalbüros der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und ihre Gäste zusammen mit der Virtuellen Akademie und Fachexperten. Das Konzept: Eine deutschlandweite Veranstaltungsreihe, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten alle Seiten des geistigen Eigentums zugänglich vermittelt und Lösungsvorschläge diskutiert. Die Veranstaltungsreihe fand vom September bis Oktober 2011 statt. Abendveranstaltungen waren unter anderem in Hamburg, Köln oder Berlin.

Einige Ergebnisse:

Es wird immer einen Mittlungsbedarf zwischen ökonomischen Interessen, juristischern Normen und kulturellen Wertvorstellungen geben. Die Beschleunigung unserer Lebenswelten durch das Internet ist einerseits Anlass und innovatives Potential des Entstehens neuen geistigen Eigentums. Andererseits sahen Experten hier auch die Gründe der Probleme: „Raubkopieren war noch nie so einfach wie heute“. Dieses Problem betrifft jedoch Urheber genau wie Nutzer ihrer jeweiligen Werke: Wie oft können wir wirklich sicher sagen, ob wir mit unserem Post bei Facebook gänzlich im Recht sind? In diesem Problem sahen Befürworter des bestehenden Urheberrechts jedoch nur in Details Reformbedarf – „nur weil Recht nicht akzeptiert wird, kann man es nicht einfach ändern.“

Da es auch um sehr viel Geld geht - „wir verdienen oft mehr mit dem Abmahnen als mit dem Werk selbst“ – ist es nicht boshaft zu unterstellen, dass finanzielle Interessen einem juristischen Reformwillen oft in den Weg treten. Sowohl Manuel Höferlin, MdB, Vorsitzender der Arbeitsgruppe IT und Netzpolitik der Bundestagsfraktion, als auch Jimmy Schulz MdB, Obmann im Unterausschuss Neue Medien, machten hier eine klare Ansage zur Rolle des Gesetzgebers: „Wir sind keine Schützer überkommener Geschäftsmodelle“. Innovation entstehe dort, wo Freiheit und Wettbewerb in einer klaren Ordnung die Schaffenskräfte der Menschen fördern – dieser grundlegenden Richtigkeit dieser liberalen Maxime konnten sich alle beteiligten anschließen. Solche Leitlinien in die Realität zu übersetzen liegt bei jedem von uns – durch unser politisches Engagement, einen reflektierten Umgang mit Internet und Medien generell, ein bewusstes Konsumverhalten und Diskussionen in unserem persönlichen Umfeld.

Der gemeinsame Lernprozess der Teilnehmer wurde von der Virtuellen Akademie per Livstream und begleitender Onlineplattform auch überregional zugänglich gemacht. Die hierbei entstandenen Videos sind weiter bei Youtube einsehbar: Insgesamt entstanden zehn Stunden Videomaterial – eine Zusammenfassung von fünf Minuten erleichtert den Einstieg.


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Hier finden Sie eine Zusammenfassung:






Bild: (c)Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
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